Reise 20 - Australien Februar 2018 bis Mai 2018

Sonntag, 22. April 2018 - 11:04 Uhr
21. April 2018

Wenn man in Westonia ist, dann sollt man auf jeden Fall das Hood Penn Museum besuchen. Dort sind mit viel Liebe zum Detail die ausgestellten Sachen themenbezogen zusammengestellt. Besonders auffallend sind die Figuren, die in den einzelnen „Zimmern“ für Leben sorgen. Die sehen so echt aus, da möchte man mit dem Einzelnen gerne ein Gespräch beginnen.

Im Museum wird in einem vibrierenden „Minentunnel“, mit dem entsprechenden Sound, eine Sprengung simuliert. Die nette Frau, die heute Dienst hat, erzählt, dass eine Gruppe Kinder den Raum schreiend verlassen hätten und vors Gebäude gelaufen sind. Und sich geweigert haben, das Gebäude wieder zu betreten.

Vom Museum aus fahren wir zum Aussichtspunkt der Edna Gold Mine. Dort hat sich seit unserem Besuch einiges getan. Das „Loch“ ist tiefer, breiter und länger geworden.

Auf dem Weg zurück sehen wir uns die weiteren Campingmöglichkeiten an. Es gibt einen Overflow-Platz auf dem Sportplatz. Hier sind die Stellplätze noch preiswerter wie auf dem Caravanpark. Auf dem Caravanpark kostet der Stellplatz mit Stromanschluss unschlagbare 15 $, auf dem Overflow nur 10 $. Und dann gibt es neben der Kirche einen Platz auf dem man 48 Stunden kostenlos stehen kann. Allerdings nur, wenn Toilette und Abwassersammeltank vorhanden sind.

Zum Dinner gehen wir in den Pub. Da wir die Größe der Portionen kennen, wird nur eine Portion – to share - der geräucherten Schweinekoteletts bestellt. Eine Portion, das sind zwei große Koteletts mit Pommes und Salat, genügend für schwer arbeitende Minenarbeiter.

Freitag, 20. April 2018 - 15:10 Uhr
20. April 2018

Schickes Set-Up. Zwei Motorräder mit Zeltanhänger.

Der Kühlschrank ist ziemlich leer. Im örtlichen Co-Op Supermarkt gibt es alles für den täglichen Bedarf, aber die Auswahl ist begrenzt. Wir brauchen ein wenig mehr und fahren deshalb in den nächst größeren Ort, nach Merredin.

In Merredin gibt es einen IGA-Markt. Die Auswahl dort ist super. Frisches Obst und Gemüse, eine große Fleischabteilung und eine Frischetheke mit Wurst- und Käsesorten, die sonst nicht überall erhältlich sind. Das und einige Sonderangebote sorgen dafür, dass sich der Einkaufswagen füllt. Der Ausflug hat sich gelohnt.
Nachmittags treffen zwei Motorradfahrer auf dem Caravanpark ein, die hier ihr Zelt, wortwörtlich gemeint, aufschlagen. Eines der Motorräder hat einen Zeltanhänger angehängt. Die Beiden schlagen ihr Lager auf. Das Zelt wird ausgeklappt, zwei große Stühle neben den Motorrädern platziert, ein ungewöhnliches Setup, das die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Das Ganze ist ein Testlauf. Motorräder und alles ist neu. Die Beiden wollen ausprobieren, ob alles einwandfrei funktioniert. Damit dem Plan, einmal rund um Australien zu fahren, nichts im Wege steht.

Abends im Pub treffen wir die Beiden wieder. Bis jetzt ist die Generalprobe nicht problemlos verlaufen. Beim Motorrad der Frau gibt es Probleme mit der Batterie. Da muss die Werkstatt in Perth erst für Abhilfe sorgen.

Freitag, 20. April 2018 - 15:08 Uhr
19. April 2018

Kurz vor 10 Uhr sind wir on the Road, nach Westonia. Eine kurze Strecke, nur 85 Kilometer. Bei der Zufahrt auf den Ort sehen wir, dass auf dem Caravanpark die meisten Plätze bereits belegt sind. Es ist ein kleiner Caravanpark mit nur 9 Stellplätzen, der vom Shire verwaltet wird. Also zuerst ins Shire-Office zum Einbuchen. Mit 15$/Nacht ist es der preiswerteste Platz während der bisherigen Reise. Noch sind Plätze verfügbar, aber es füllt sich schnell, meint die Mitarbeiterin. Gebucht wird für vier Nächte. Den Platz sollen wir uns von Debbie, der Caretakerin, zuweisen lassen.

Als wir vor vielen Jahren das erste Mal in Westonia waren, da kannte kaum einer diesen Platz. Das hat sich durch Empfehlungen bei Wikicamps und anderen Online-Medien sehr geändert. Inzwischen gibt es neben der Kirche einen Platz auf dem Self-Contained Camper für 48 Stunden kostenlos stehen können.

Nachmittags machen wir einen Spaziergang durch den Ort. Im Generalstore sehen wir uns das Angebot an. Nehmen aber nur ein Eis mit, dass in der Sonne genossen wird.

Mittwoch, 18. April 2018 - 14:27 Uhr
18. April 2018

Heute ist mal wieder ein Hausarbeitstag angesagt. Staub und Wäsche sammelt sich immer an.

Unterbrochen wird der arbeitsame Tag durch Kaffee- und lange Lesepausen.

Dienstag, 17. April 2018 - 16:11 Uhr
17. April 2018

Mit diesem netten Gruß verabschiedet sich Beacon von seinen Besuchern. Die Telefonzelle ist von den Männern, die die Men Shed besuchen, liebevoll ausgestattet worden. Inklusive eines Gartenzwerges, der hinter der Scheibe steht.

Wir sind immer noch im Weizengürtel. Ein etwas hinkender Vergleich: Wenn ein Gürtel so breit wie ein Minirock ist, dann ist der Westaustralische Weizengürtel ein Rock, der bis zu den Füßen reicht.

In Mukinbudin machen wir Kaffeepause. Im Café sitzt ein Damenkränzchen bei Kaffee und Kuchen. Nach den üblichen Fragen woher und wohin, bekommen wir von einer der Damen gleich die Vorteile der kleinen Stadt aufgezählt. Es gibt auch einen tollen Caravanpark und alle, die dort übernachten haben freien Eintritt ins Schwimmbad. Die Damen wollen uns unbedingt hierbehalten. Passt aber nicht in unsere Pläne, wir wollen weiter bis nach Southern Cross.

Die auf der Landkarte verzeichneten kleinen Örtchen sind nur einige Häuser und die hier überall befindlichen großen Getreidespeicher. In Bullfinch biegen wir ab, Richtung Great Eastern Highway und Southern Cross. Dort kommen wir gegen Mittag an und checken auf dem Caravanpark ein. Schöne große Stellplätze machen das Einparken des Wohnwagens einfach.

Nachmittags gibt es noch eine Fahrt zum Wimmera Hill Lookout, von dem man einen Rundumblick auf das umliegende Farmland, die Salzseen und die Stadt hat. Auf dem Heimweg noch einen Halt am Supermarkt, dann machen wir es uns für den Rest des Tages gemütlich.

Dienstag, 17. April 2018 - 16:11 Uhr
16. April 2018

Als erstes fahren wir zum Generalstore, die Standgebühr bezahlen. Zwei Übernachtungen, das sind 52 $, zwei Gutscheine über jeweils 10 $ bekommen wir mit der Quittung ausgehändigt.
Nun kann die Rundfahrt zu den in der Nähe befindlichen Granitfelsen beginnen. Als Erstes wird das Datjoin Well angefahren. Hier hat sich in den 1960igern Barnie Brockmann mit Frau und 12 Kindern vor der Polizei versteckt.

Weiter geht es zur Bonnie Rock Townsite. Das Städtchen wurde als Halt für die Eisenbahnlinie im Jahr 1932 gegründet. 32 Grundstücke wurden vermessen und zum Verkauf angeboten, wovon die Hälfte verkauft wurde. Der Ort entwickelte sich nicht wie erwartet, bereits 1944 gab es keinen Einwohner mehr. Als einziges verbliebenes Gebäude steht noch die Town Hall.

Nächster Halt ist am Beringbooding Rock. Eine Mauer, die rund um den Berg führt sorgt dafür, dass abfließendes Regenwasser im größten Zement-Wasserspeicher Australiens, gesammelt wird. Der Tank fasst 2,25 Millionen Gallonen Wasser. 100 Galonen sind 378,54 Liter.

Von hier geht es zum letzten Punkt der Rundfahrt, dem Elachbutting Rock. Das ist der Wave Rock im Wheatbelt. Eine sechs Kilometer lange Straße führt rund um den Berg. Gleich am Anfang ist der Parkplatz, von dem aus ein Fußweg zur „Welle“ führt. Die Welle ist größer wie die am Wave Rock. Aber, kaum einer kennt diesen Berg. Wir sind ganz alleine an diesem Punkt. Erst als wir wieder auf dem Weg zurück zum Auto sind, kommen uns vier Personen entgegen.

Wir fahren weiter um den Berg, bis zum Camping- und Picknick-Platz. Zeit für eine Pause. Die vier Personen, die uns an der Welle begegnet sind, haben hier ihre Wohnwagen abgestellt. Als wir den Platz verlassen, kommen sie uns entgegen. Über Wilgoyne und Wialki fahren wir zurück nach Beacon. Unglaublich, am Ende sind wir 200 Kilometer gefahren.

Abends setzen wir die Gutscheine im Pub um.

Dienstag, 17. April 2018 - 16:09 Uhr
15. April 2018

Heute Morgen ist der Parkplatz wieder leer. Demnach ist es gelungen, dass Fahrzeug zu stabilisieren und weiter zu fahren.

Bei uns geht die Fahrt weiter durch den Getreidegürtel. Es ist ein sehr breiter Gürtel. Soweit das Auge reicht abgeerntete Felder. Irgendwo muss die Ernte ja gelagert werden. In den kleinen Ortschaften gibt es riesige Getreidespeicher, dorthin wird die Ernte gebracht.

Fahrtende ist in der sehr kleinen Ortschaft Beacon. Der Caravanpark wird angefahren, der dem Shire gehört. Einbuchen und bezahlen kann man im Generalstore, der heute aber bereits geschlossen ist. Wir suchen uns einen Platz und stellen den Wohnwagen ab. Bezahlen, das machen wir dann morgen.

Die Plätze auf dem Caravanpark sind geräumig, die sanitären Anlagen sehr sauber. Die Duschkabinen sind groß, da kann man sich wenigstens umdrehen.

Unsere Nachbarn, ein älteres Ehepaar – wie sich das anhört, wenn man selbst auf die siebzig zu geht - ist bereits seit Dienstag hier. Die Frau hat MS und benötigt einmal in der Woche den Dienst einer Krankenschwester. Somit reisen sie nicht mehr so weit und planen den Besuch in einem Medical Center ein. Sie reisen gerne und genießen die Zeit außerhalb der „Rentnerstadt“, in der sie leben.

Von den Beiden erfahren wir, dass ein Stellplatz 26 $ kostet und es pro Übernachtung einen Gutschein von 10 $ gibt, die im Ort ausgegeben werden können. Jetzt waren wir schon so oft in Australien, aber einen Gutschein zum Ausgeben in den lokalen Geschäften, das hatten wir noch nicht.

Sonntag, heute gibt es „Sunday Roast“ im Country Club. Wir sparen uns das Essen kochen und gehen in den Club. Dreierlei vom Schwein, mit Gemüse der Saison, steht auf der Karte, Für Senioren gibt es einen Nachlass, somit kostet das Gericht pro Person 17 $.

Sonntag, 15. April 2018 - 14:22 Uhr
14. April 2018

So ein stressiger Tag. Erst nachmittags raffen wir uns auf und fahren zum Friedhof. Dort liegen einige Pioniere von Dalwallinu begraben. Fünf Gräber sind einheitlich gestaltet. Auch zwei deutsche Namen sind dabei, Liebe & Klein. Liebe und Klein waren fortschrittliche Farmer in der Region Wubin.

Interessant ist auch die Urnenwand. Die Fächer für die Asche der Verstorbenen sind klein. Für einen Einzelnen ist es eine halbe Ziegelsteinbreite, ein Zweierfach ist die Breite eines Ziegelsteins. Die angebrachten Tafeln sind sehr unterschiedlich. Neben dem Namen des Verstorbenen sind teilweise auch der Namen des Ehepartners und der Kinder aufgeführt. Eine Tafel sticht besonders hervor. Da sind neben dem Namen der Ehefrau auch noch zehn Kinder genannt.

Heute sind einige Schwertransporte unterwegs. Auf einem Parkplatz stehen zwei Transporter mit den zugehörigen Begleitfahrzeugen. Es geht etwas hektisch zu. Auf einem Tieflader ist ein riesiger Minentransporter geladen, der in Schieflage geraten ist. Es wird versucht, das Fahrzeug wieder in die richtige Position zu bringen.
Abends noch ein Absacker im Pub.

Sonntag, 15. April 2018 - 14:10 Uhr
13. April 2018

Heute geht es weiter, von der Küste ins Landesinnere. Von Port Denison aus fahren wir Richtung Mingenew, weiter nach Three Springs bis nach Coorow. Die Bewertungen für den Caravanpark hören sich gut an. In Coorow angekommen stellen wir fest, dass der Platz sehr ungünstig, außerhalb des Ortes, gelegen ist. Kurze Beratung, wir fahren weiter über Wubin bis nach Dalwallinu.

Der Platz ist nicht weit vom Stadtzentrum entfernt, dort bleiben wir für die nächsten zwei Nächte. Das Office ist nur zwischen 17 und 18 Uhr besetzt. Wir suchen uns einen Stellplatz und machen den Wohnwagen wohnfertig.

Anschließend fahren wir in die Stadt, zur Touristen-Info um Informationsmaterial zu holen. Um diese Jahreszeit ist nicht viel los und die Mitarbeiterin freut sich über jeden Besucher. Und sie hat Zeit für einen netten Plausch. Im Moment sei keine Saison und viele Sehenswürdigkeiten geschlossen. Sie versorgt uns aber mit Informationen über die als nächstes geplanten Stationen.

Zurück zum Caravanpark, dort ist das Office inzwischen geöffnet. Rentner bekommen einen Rabatt, der Stellplatz kosten somit 24,50 $, eine Ersparnis von 2,50$. Wie sagt man so schön, Kleinvieh macht auch Mist.

In den kleinen Ortschaften gehen wir gerne abends mal in den Pub. Leute gucken und ein Bier trinken. Hinterm Tresen zwei Backpackerinnen, aus Deutschland.

Gespräche an der Theke sind die schönsten. Leider kann man die Atmosphäre und das Ganze drumherum nicht beschreiben, aber ich möchte euch die Geschichte trotzdem erzählen.

Simon erzählt folgende Story. Weil es billiger ist hatten er und zwei Kumpels eine 4-Bett Cabin gemietet. Sie haben gedacht, dass sie die Cabin alleine bewohnen können. Warum auch immer, das vierte Bett wurde fremd belegt, von Gunther einem Deutscher. Nach einigen gemeinsamen Bieren beschloss Gunther, noch in den Pub zu gehen und sich dazu umzuziehen. Mit Empörung in der Stimme erzählt Simon: und dann stand Gunther plötzlich nackt!!!! vor uns drei Boys. Das geht doch nicht. Rundherum ist alles am Grinsen. Er wiederholt es mehrmals: Gunther stand nackt vor uns! Gunther geht in den Pub. Am nächsten Morgen reist er ganz früh weiter. Aber, die drei Boys waren immer noch geschockt.

Samstag, 14. April 2018 - 15:34 Uhr
12. April 2018

Beim Besuch des Denkmals der „HMAS Sydney II“ hatte uns die Fremdenführerin den Besuch des Museums empfohlen. Dort würde ein sehenswertes Video von der Entdeckung des Schiffswracks gezeigt. Den Museumsbesuch haben wir auf heute verschoben.

Im Museum werden wir sehr freundlich von der Dame an der Rezeption begrüßt. Eintritt ins Museum ist frei, eine Spende wird gerne genommen. Sie macht uns gleich darauf aufmerksam, dass in einem Raum ein 3D-Video von der Entdeckung des Schiffswracks der „HMAS Sydney“ und der „Kormoran“ gezeigt wird. Video dauert 20 Minuten. Um 11.30 Uhr sei dann eine Führung in der Shipwreck-Galerie. Das passt prima, erst der Film, dann die Führung. Die Aufnahmen der Schiffswracks sind einfach toll, schon dafür hat sich der Besuch gelohnt.

In der Shipwreck-Galerie wird viel über die Geschichte des im Juni 1669 vor der westaustralischen Küste auf ein Riff gelaufenen und gesunkenen Segelschiffes „Batavia“ berichtet. Die meisten Passagiere und Besatzungsmitglieder konnten sich auf kleine Inseln retten. Um Hilfe zu holen wurde eines der intakten Beiboote mit 45 Personen bemannt und machte sich übers Meer auf den Weg Richtung Batavia/Jakarta. Eine Nachbildung des Beibootes ist vor dem Museum zu sehen. Die Führerin erklärt: es wurde versucht 45 Schulkinder in das Boot steigen zu lassen. Unmöglich. Wie 45 Personen damit über 1600 Kilometer segeln konnten, kaum vorstellbar.

Es war ein lohnenswerter Ausflug.

Heute Abend ist Bingo in Autumm Zentrum, ein schöner Zeitvertreib. Wir machen uns auf den Weg. Einsatz für 10 Spiele beträgt 10 $. Ein Raffle (Tombola) gibt es auch. Vier Lose kosten 3 $.

Wir setzen uns an einen Tisch, wo geübte Bingo-Spieler sitzen und lassen uns erst einmal erklären, welche unterschiedlichen Reihen heute gespielt werden. Die Damen und Herren sind mit farbigen Filzstiften zum markieren der Figuren und Markern zum markieren der gezogenen Zahlen ausgestattet. Mit den Filzstiften werden die Figuren, bei einem Spiel z.B. in der ersten Reihe die ersten drei Zahlen, in der zweiten Reihe die ersten zwei Zahlen, in der dritten Reihe wieder die ersten drei Zahlen, unterstrichen. Die Zahlen, zwischen 1 und 90, werden vom Spielleiter gezogen und verkündet. Übrigens geht das Ganze sehr schnell. Wer als erstes alle geforderten zahlen markiert hat, der ruft „Bingo“ und gewinnt in diesem Fall 10 $. Danach wird auf alle Zahlen gespielt. Wer zuerst in einem Feld alle zahlen markiert hat, gewinnt. Dieter hat heute einen guten Tag und gewinnt zweimal, insgesamt 50 $. Und auch beim Raffle hat Dieter Glück. Auf einem Tisch sind die Gewinne aufgebaut, er kommt mit Ohrsteckern für mich zurück.

Mittwoch, 11. April 2018 - 15:38 Uhr
11. April 2018

Diese Nacht war kalt, nur 10 Grad. Ein Grund heute Morgen kurz das Heizöfchen in Gang zu setzen.

Am Freitag verlassen wir Port Denison. So langsam wird es Zeit, sich Gedanken zu machen, wie wir Richtung Perth fahren. Der Straßenatlas wird geholt. Während der Planung kann ja schon mal die Waschmaschine laufen.

Wir werden uns ein Stück von der Küste entfernen und im Inland weiterfahren. Angedacht ist über Mingenew, Three Springs, Coorow, Wubin, Dalwallinu, Burakin, Beacon, Bullfinch, Southern Cross, Westonia zu fahren. Ob des so ausgeführt wird, wir werden sehen.

Die Grobplanung ist fertig, die Wäsche gewaschen und flattert nun auf der Leine, die Wichtige Arbeit ist erledigt.

Am Samstag haben wir das Hinweisschild zur „Illegal Tender Rum“ gesehen. Hört sich interessant an, fahren wir mal vorbei. Die Destillerie liegt ca. 6 Kilometer außerhalb des Ortes. Dort angekommen stehen wir vor verschlossenem Tor. Montags bis mittwochs geschlossen. Ok, dann fahren wir nun Kaffee trinken und dann wieder zurück zum Wohnwagen.

Nach dem Mittagessen, Frikadellen und frische grüne Bohnen, ist lesen und die Sonne genießen angesagt.

Gestern war der Sonnenuntergang nicht so besonders, probieren wir es heute noch einmal. Rot versinkt die Sonne im Meer.

Dienstag, 10. April 2018 - 15:43 Uhr
10. April 2018

Heute Morgen ist es bewölkt, die Sonne weiß noch nicht, ob sie herauskommen soll.

Das richtige Wetter um kleine Arbeiten rund um den Caravan zu erledigen.

Mittags kommt die Sonne doch durch die Wolken und es wird gleich wärmer. 20 Grad sind ganz schön kühl.

Kurz vor 18 Uhr fahren wir noch vor zum Strand, zum Sonnenuntergang gucken. Der ist aber wenig spektakulär, zu viele Wolken.

Montag, 9. April 2018 - 13:46 Uhr
9. April 2018

Bei uns steht heute eine Fahrt nach Geraldton auf dem Plan. Jeanine, die gute Seele des Caravanparks, kommt vorbei. Als sie von unserem geplanten Ausflug nach Geraldton hört, meint sie: Am HMAS Sydney II Memorial ist um 10.30 Uhr eine kostenlose Führung.

Das Denkmal ist zu Ehren der 645 Mann Besatzung des australischen Kreuzers „HMAS Sydney II“, der vor Dirk Hartog Island gesunken ist. Das Kriegsschiff war im zweiten Weltkrieg in eine Schlacht mit dem deutschen Kreuzer „Kormoran“ verwickelt. Beide Schiffe sind vor Dirk Hartog Island gesunken.

Am Denkmal waren wir vor einigen Jahren, das kann man sich auch noch einmal ansehen. Bis wir ankommen, ist es bereits 11 Uhr, zu spät für die Führung. Wir sehen uns um, als wir von einer älteren Frau angesprochen werden. Es ist eine der ehrenamtlichen Fremdenführer. Ob wir Fragen haben, die sie beantworten kann. Haben wir.

Uns interessiert, was es mit dem Pool, der bei unserem letzten Besuch noch nicht vorhanden war, auf sich hat. Sie meint, ob wir gesehen haben, dass im Pool eine Landkarte mit der Küstenline bei Shark Bay zu sehen ist. Am 18. März 2008 wurde ca. 120 nautische Meilen vor der Küste von Steep Point das Wrack der HMSA Sydney II in mehr als 2000 Meter Tiefe entdeckt. Der Flügel der stilisierten Möve gibt den genauen Punkt an, wo das Schiff gesunken ist. Nach weiteren Erklärungen zu den anderen Teilen des Denkmals bedanken wir uns für ihre Ausführungen und fahren in die Stadt.

Letztes Jahr waren wir an Dieters Geburtstag auch in Geraldton und indisch Essen. Das Essen ist in guter Erinnerung geblieben, wir kehren zum Mittagessen ein.

So gestärkt fällt das Einkaufen von Lebensmitteln leicht, für die nächsten Tage ist vorgesorgt. Benzin ist preiswert, der Tank wird aufgefüllt und die Rückfahrt angetreten.

Montag, 9. April 2018 - 13:45 Uhr
8. April 2018

Bereits früh ist es angenehm warm und die Sonne scheint. Tolles Geburtstagswetter, extra für Dieter bestellt. Wir haben nichts Besonderes vor. Zur Feier des Tages wollen wir uns heute Nachmittag ein Café suchen und Kaffee und Kuchen genießen. Zur Kaffeetrinkenszeit fahren wir zuerst die Cafés in Port Denison ab, werden aber enttäuscht, bereits alles geschlossen. Um 14 Uhr ist Schluss. Dann probieren wir es halt in Dongara, allerdings mit dem gleichen Ergebnis. Hier sind am Sonntagmittag nicht nur die Bürgersteige hochgeklappt, sondern auch alle Geschäfte geschlossen. Da hilft nur eine Planänderung. Vorm Wohnwagen gibt es frisch gebrühten Kaffee und Kekse dazu.

Abends rufen Uta und Rudi über Skype an um zum Geburtstag zu gratulieren und vom gestrigen Stammtisch-Treffen zu berichten.

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